 | Rund 900 Deputate für Verkleinerung der Grundschulklassen auf jeweils höchstens 28 Schülerinnen und Schüler zum nächsten Schuljahr |
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Kultusministerin Schick: "Für Lehrerinnen und Lehrer bieten kleinere Klassen mehr pädagogische Möglichkeiten, für Kinder mehr individuelle Förderung"
"Wir freuen uns sehr über die Ankündigung von Ministerpräsident Stefan Mappus in seiner Regierungserklärung, die Klassen an den Grundschulen bereits ab nächstem Schuljahr auf jeweils höchstens 28 Schülerinnen und Schüler zu verkleinern. Dieser qualitative Sprung wird für alle deutlich spürbar, denn kleinere Klassen bieten Lehrerinnen und Lehrern mehr Möglichkeiten in ihrer pädagogischen Arbeit und lassen mehr Zeit für individuelle Förderung", sagte Kultusministerin Marion Schick. Für die Verkleinerung der Klassen werden zusätzlich rund 900 Deputate benötigt. Das schaffe zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten für Grundschullehrkräfte und werde die Einstellungschancen für Neubewerber und Listenbewerber beträchtlich erhöhen. "Wir werden die nötigen Schritte dafür nun rasch umsetzen", sagte Schick. Die Stellen sollen voraussichtlich über das Listenverfahren Mitte Juni besetzt werden.
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 | Auftaktveranstaltung Werkrealschule in Stuttgart |
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Kultusministerin Marion Schick: Werkrealschule beinhaltet individuelle Förderung und gezielte Berufsorientierung
Die dialogorientierte Veranstaltung "Klassenzimmer on tour" hat heute (17. März) das Konzept der Werkrealschule in den Fokus gerückt. "Wir haben mit der neuen Werk-realschule ein Angebot geschaffen, das modern und zukunftsfähig ist und unseren Schülerinnen und Schülern sehr gute Berufsperspektiven eröffnet", sagte Kultusministerin Marion Schick im Neuen Schloss in Stuttgart.
Mit der Einführung der Werkrealschule zum kommenden Schuljahr setzt das Land noch mehr auf individuelle Förderung und gezielte Stärkung der Ausbildungsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern. "Mit der konsequenten Stärkung der Ausbildungsreife und der Ausrichtung auf den Erwerb der Mittleren Reife sind unsere Jugendlichen noch besser für die Arbeitswelt gerüstet", sagte Schick. Die heutige Veranstaltung dient als Auftakt zur Einführung der Werkrealschule, die Jugendliche ab nächstem Schuljahr besuchen können. Außerdem bietet die ganztägige Veranstaltung auch Gelegenheit, zahlreiche Informationen zum neuen Bildungskonzept der Werkrealschule zu erhalten.
Die Auftaktveranstaltung zur Werkrealschule ist Teil der Kommunikationskampagne. Im Mittelpunkt der Kampagne steht der intensive Dialog: auf zahlreichen Veranstaltungen suchen Kultusministerin Marion Schick und Kultusstaatssekretär Georg Wacker MdL in den kommenden Monaten das Gespräch mit Lehrkräften, Eltern und Schülern. Einen neuen Schwerpunkt im Rahmen der Informationskampagne setzt Kultusministerin Schick auf die gezielte Information und Einbeziehung von Eltern mit Migrations-biografie. Eltern-Lehrer-Tandems sollen die Zusammenarbeit von Elternhaus und Schule besser verzahnen und Informationsveranstaltungen in den Schulen begleiten. Dies knüpft an die Aktivitäten der Gemeinnützigen Elternstiftung an, die bereits Fortbildungen speziell für Migranteneltern anbietet, in denen sie zu Multiplikatoren ausgebildet werden, um Eltern mit Migrationshintergrund über das Schulsystem zu informieren sowie Beteiligungsmöglichkeiten am Schulleben und in der Elternarbeit aufzuzeigen. Weitere Maßnahmen zur Förderung der Integration können beispielsweise regional vernetzte Arbeitsgemeinschaften von Lehrkräften mit Migrationsbiografie sein.
Über die Bedeutung der Werkrealschule aus Sicht der Wirtschaft, referierte Dieter Hundt, Präsident der Landesvereinigung Baden-Württembergischer Arbeitgeberverbände, in einem Impulsreferat. Im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung stand ein moderiertes Gespräch zwischen Kultusministerin Schick, Stefan Küpper, Geschäftsführer Arbeitgeberverband Südwestmetall, Dagmar Hahn, Rektorin an der Wimbergschule in Calw und einem Schülervertreter der Werkrealschule.
Am Nachmittag finden Workshops statt, unter anderem zu den Wahlpflichtfächern und zum Bildungsplan der Werkrealschule, zur Berufsorientierung in der Werkrealschule, der Kooperation mit der Berufsfachschule, der Prüfungsordnung der Werkrealschule und der individuellen Förderung in der Werkrealschule.
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 | Sprachförderung im Kindergarten längst Alltag |
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200 Millionen Euro für besseren Personalschlüssel
Die Aussage der GEW, die Erzieherinnen und Erzieher würden sich nicht um die Sprachförderung kümmern, verkennt die Situation in den Kindergärten im Land. Sprachförderung ist längst Alltag in den Kindergärten, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums. Das Entwicklungsfeld Sprache ist ein Kernelement des Orientierungsplans. Zur Umsetzung des Orientierungsplans wird der Personalschlüssel ab diesem Jahr bis 2012 stufenweise verbessert. Dies wurde bereits im vergangenen November mit den kommunalen Landesverbänden vereinbart. Dafür werden insgesamt 200 Millionen Euro bereitgestellt. Das Land trägt davon zwei Drittel.
Um die Qualität der Sprachförderung noch weiter zu verbessern, ist das Kultusministerium mit Wissenschaftlern und Experten aus dem Bereich der Sprachförderung und mit den kommunalen Landesverbänden im Gespräch. Ziel ist ein Fortbildungsangebot für die Sprachförderkräfte, das auch die Fachberatungen einbezieht.
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 | 13 Hector-Kinderakademien gestartet |
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Wacker und Hector sind erfreut über große Resonanz
13 Kinder- und Jugendakademien sind in Baden-Württemberg jetzt als Hector-Kinderakademien gestartet. „Wir freuen uns über die große Resonanz. Mit der Hector-Kinderakademie an der Grundschule Lahr-Mietersheim ist sogar eine Neugründung unter den ersten Akademien“, sagte Kultusstaatssekretär Georg Wacker MdL. Die übrigen zwölf Anträge wurden von bereits bestehenden Kinder- und Jugendakademien eingereicht, die sich zu Hector-Kinderakademie weiter entwickeln und eine finanzielle Unterstützung von bis zu 65 000 Euro pro Jahr erhalten. Alle vorliegenden Anträge zum laufenden Schuljahr konnten damit genehmigt werden.
„Schon wenige Woche nach Beginn des Projekts haben wir damit die ersten Hector-Kinderakademien eingerichtet. Mit ihnen können wir dazu beitragen, dass Kinder ihre Talente entdecken und entwickeln können, um sie eines Tages für sich selbst zu nutzen, aber auch in die Gemeinschaft einzubringen“, erklärte Dr. Hans-Werner Hector, Stifter und Vorstand der Hector-Stiftung II.
Weitere 15 Anträge zur Aufnahme als Hector-Kinderakademie zum nächsten Schuljahr liegen vor. Diese werden bei der nächsten Beiratssitzung Ende März beraten. „Dass bei neun Anträgen neu gegründete Kinderakademien entstehen sollen, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg zum flächendeckenden Ausbau sind“, sagte Wacker.
Hinweis an die Redaktionen:
Der damalige Ministerpräsident Günther H. Oettinger und Kultusstaatssekretär Georg Wacker unterzeichneten am 20. Januar 2010 eine Vereinbarung zur Förderung und Errichtung von Kinderakademien in Baden-Württemberg zusammen mit Dr. Hans-Werner Hector. Die Hector-Stiftung II will die bereits bestehenden 23 Kinderakademien für Grundschulkinder in Baden-Württemberg finanziell unterstützen und auf insgesamt 50 Standorte ausbauen. Dazu stellt die Stiftung rund 32 Millionen Euro während der nächsten zehn Jahre zur Verfügung. Professor Dr. Marcus Hasselhorn vom Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) in Frankfurt und Professor Dr. Ulrich Trautwein von der Universität Tübingen begleiten das Projekt wissenschaftlich.
Kinder- und Jugendakademien sind ein freiwilliges, zusätzliches Angebot im Rahmen der Hochbegabtenförderung. Die überwiegend kostenlosen Kurse reichen von naturwissenschaftlichen Angeboten über philosophische Themen bis hin zu Chinesischkursen.
| Staatliches Schulamt (SSA) |
Kinderakademie |
| Regierungspräsidium (RP) |
Bisheriger Name (N) |
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Ort (O) |
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Träger (T) |
| SSA Backnang |
N: Kinderakademie |
| RP Stuttgart |
O: Silcherschule Weinstadt-Endersbach |
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T: Stadt Weinstadt |
| SSA Böblingen |
N: Kinderakademie |
| RP Stuttgart |
O: Grundschule Königsknoll Sindelfingen |
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T: Stadt Sindelfingen |
| SSA Göppingen |
N: Pfiffikus Akademie |
| RP Stuttgart |
O: Grundschule Dürnau-Gammelshausen |
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T: SSA Göppingen |
| SSA Heilbronn |
N: Kinderakademie |
| RP Stuttgart |
O: Hölderlinschule Grundschule Lauffen |
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T: Lauffen |
| SSA Heilbronn |
N: Kinderakademie |
| RP Stuttgart |
O: Neubergschule Grundschule Neckarsulm |
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T: Stadt Neckarsulm |
| SSA Künzelsau |
N: Kinderakademie Schwäbisch Hall |
| RP Stuttgart |
O: Grundschule Am Langen Graben |
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T: Stadt Schwäbisch Hall |
| SSA Künzelsau |
N: Kinderakademie Wallhausen |
| RP Stuttgart |
O: Julius-Wengert-Schule, Grundschule Wallhausen |
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T: Stadt Wallhausen |
| SSA Karlsruhe |
N: Schülerakademie Karlsruhe e.V. |
| RP Karlsruhe |
O: Hans-Thoma-Schule Karlsruhe |
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T: Stadt Karlsruhe |
| SSA Donaueschingen |
N: Kinderakademie im Schwarzwald-Baar-Kreis |
| RP Freiburg |
O: Klosterring-Grundschule VS, Robert-Gerwig-Schule St. Georgen, Eichendorffschule Donaueschingen |
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T: Förderverein Kinder- und Jugendakademie Schwarzwald-Baar-Kreis |
| SSA Offenburg |
N: Kinderakademie |
| RP Freiburg |
O: Grund- und Hauptsschule Weingartenschule Offenburg-Zell-Weierbach |
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T: Bildungsregion Ortenau e.V. |
| SSA Offenburg |
N: Hector-Kinderakademie |
| RP Freiburg |
O: Grundschule Lahr-Mietersheim |
| |
T: Bildungsregion Ortenau e.V. |
| SSA Biberach |
N: Schülerakademie Ulm |
| RP Tübingen |
O: Regenbogenschule Ulm-Wiblingen, Riedlen-Grundschule Ulm-Gögglingen |
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T: Stadt Ulm |
| SSA Markdorf |
N: Kinder- und Jugendakademie |
| RP Tübingen |
O: Döchtbühlschule Grund- und Hauptsschule Bad Waldsee |
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T: Stadt Bad Waldsee |
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 | 18. März 2010: Live-Chat mit Kultusministerin Marion Schick Thema: Bessere Berufsperspektiven durch Werkrealschulen |
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Ab sofort können Fragen oder Themenvorschläge im Pre-Chat eingebracht werden
Am 18. März 2010 ist Kultusministerin Marion Schick persönlich beim Live-Chat im Internet und tritt in direkten Kontakt mit Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften. Von 17 bis 18 Uhr geht es auf dem Kultusportal (www.kultusportal-bw.de) rund um das Thema Werkrealschule.
Die ersten Werkrealschulen werden in Baden-Württemberg mit dem Schuljahr 2010/2011 eingerichtet. Kultusministerin Schick freut sich auf Einschätzungen und Fragen zur neuen Werkrealschule, Berufsperspektiven und Berufsorientierung.
Wer am 18. März 2010 am Chat nicht teilnehmen kann, hat die Möglichkeit, schon jetzt Fragen zu stellen oder Themenvorschläge zu machen. Ab sofort ist hierfür ein Pre-Chat-Raum eingerichtet unter www.t88198792.de/chat/index.php?&id=bawu3&cid=301. Im Pre-Chat können außerdem über vorab gestellte Fragen anderer Nutzer abgestimmt werden. Die bestbewerteten Fragen werden in den Live-Chat übernommen.
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 | Modellprojekt "Network against school shootings" / Warnsignale von potentiellen Amoktätern früh erkennen |
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40 Schulen im Land nehmen am Modellprojekt teil
40 Schulen in Baden-Württemberg werden am Projekt "Network against school shootings" (NETWASS) teilnehmen, das unter Leitung des versierten Entwicklungspsychologen Prof. Dr. Herbert Scheithauer von der Freien Universität Berlin durchgeführt wird. Das Projekt NETWASS wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und in Kooperation mit der Fachhochschule der Polizei des Landes Brandenburg durchgeführt. Das Projekt wurde vom Sonderausschuss des Landtags "Konsequenzen aus Winnenden und Wendlingen" und vom Expertenkreis Amok empfohlen.
„Die Berichte des Sonderausschusses und des Expertenkreises machen deutlich, dass es keine absolute Sicherheit vor solch einer schrecklichen Tat wie vor einem Jahr in Winnenden geben kann. Wir müssen mit allen Kräften dafür sorgen, dass unsere Schulen so sicher wie möglich sind", sagte Kultusministerin Marion Schick. Ein wichtiger Ansatzpunkt dabei sei die Früherkennung. „Es ist sehr wichtig ein Früherkennungssystem zu etablieren, damit Lehrkräfte und Schulleitungen präventiv vor Ort handeln können", sagte Schick weiter. Auswertungen von schweren Gewalttaten an Schulen haben gezeigt, dass die Täter im Vorfeld der Tat Signale senden. Aufgrund dieser wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse werden an den Modellschulen Lehrkräfte für Warnsignale von potentiellen Gewalttätern sensibilisiert. In den Schulen werden sogenannte Bedrohungsanalyseteams aufgebaut, die Risikofaktoren erfassen und bewerten. Die Bedrohungsanalyseteams bestehen aus den Schulleitungen und den speziell geschulten Lehrkräften. Interventionsnetzwerke sollen dann frühzeitige, einzelfallbezogene Hilfe für potentiell gefährdete Schüler ermöglichen. „Ziel des Projekts ist es, die objektive und subjektive Sicherheitslage an Schulen zu verbessern. Lehrkräfte sollen sensibilisiert werden im Umgang mit Schülerinnen und Schülern in schwierigen Lebenslagen. Es sollen Netzwerke für die Unterstützung der Kinder und Jugendlichen und der Schulen aufgebaut und verstärkt werden", sagte Prof. Dr. Herbert Scheithauer.
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 | Kultusministerin unterstützt die Empfehlung, Schulpsychologen und Beratungslehrkräfte zu verdoppeln |
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Zumeldung zur PM Landtag Baden-Württemberg 14/2010: "Sonderausschuss 'Konsequenzen aus dem Amoklauf in Winnenden und Wendlingen - Jugendgefährdung und Jugendgewalt' legt Abschlussbericht vor"
"Wir möchten dem Sonderausschuss des Landtags für seine fundierte Arbeit danken und unterstützen den Vorschlag, die Zahl der Schulpsychologen und Beratungslehrkräfte zu verdoppeln", sagte Kultusministerin Marion Schick. Die Empfehlungen des Sonderausschusses sollen vom Landtag voraussichtlich am Donnerstag (11. März) gebilligt werden. "Ich bin zuversichtlich, dass wir mit den Vorschlägen des Sonderausschusses und denen des Expertenkreises Amok klare Signale setzen und den präventiven Bereich gezielt stärken."
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 | Land unterstützt Winnenden mit drei Millionen Euro beim Um-bau der Albertville Realschule |
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Das Land wird den Um- und Ausbau der Albertville-Realschule in Winnenden sowie die vorläufige Unterbringung in Containern bis zum Abschluss der Umbauarbeiten mit drei Millionen Euro unterstützen.
Das Land wird den Um- und Ausbau der Albertville-Realschule in Winnenden sowie die vorläufige Unterbringung in Containern bis zum Abschluss der Umbauarbeiten mit drei Millionen Euro unterstützen. Kultusministerin Marion Schick geht von einer Zustimmung ihres Antrags im Ministerrat in der kommenden Woche aus. „Das Land steht zu seinem Versprechen, der Stadt bei der Bewältigung des tragischen Ereignisses mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln Hilfe zu leisten", so die Ministerin heute (9. März) in Stuttgart. Die Stadt Winnenden hatte Ende Dezember das Land Baden-Württemberg und den Bund um Unterstützung bei der Finanzierung der Um- und Anbaukosten gebeten, die im Zusammenhang mit dem Amoklauf an der Albertville-Realschule entstanden sind. Der Bund hat ebenfalls die Übernahme von Kosten in Höhe von drei Millionen Euro zugesagt. Insgesamt werden für den Umbau rund 4,9 Millionen Euro benötigt. Da unter anderem die Container auch noch im Schuljahr 2010/11 benötigt werden, entsteht ein Mehrbedarf in Höhe von einer Million Euro, der mit der finanziellen Hilfe ebenfalls gedeckt werden soll.
Bereits am 16. Juni 2009 hat der Ministerrat für die Stadt Winnenden eine Sonderförderung in Höhe von zwei Millionen Euro beschlossen. Damit wurden anlassbezogene Kosten für die Trauerfeier und Krisenbewältigung übernommen. Enthalten waren darin auch die Kosten für die übergangsweise Unterbringung der Albertville-Realschule in Containern für das Schuljahr 2009/10.
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 | Angleichung der Lehrerzuweisung an Ganztagsschulen |
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Übergangsregelung für sogenannte Alterlassschulen
Das Kultusministerium gewährt Ganztagsschulen mit besonderer pädagogischer und sozialer Aufgabenstellung auch für das Schuljahr 2010/11 die bislang zugewiesenen Lehrerwochenstunden. Diese so genannten Alterlassschulen, die zwischen 1995 und 2006 eingerichtet wurden, erhalten mehr Lehrerwochenstunden pro Ganztagesklasse als Schulen, die nach neuem Landeskonzept seit 2006 eingerichtet wurden. An Hauptschulen stehen zwei, an Grundschulen vier Stunden zusätzlich bereit.
"Die Erfahrungen mit dem neuen Landeskonzept seit 2006 zeigen, dass viele Schulen gute pädagogische Ganztageskonzepte erarbeitet haben und vielfältige Angebote machen können. Durch die zusätzlich gewährten Stunden entsteht aber eine Belastung der allgemeinen Unterrichtsversorgung. Dies ist ebenso wenig wünschenswert wie die unterschiedliche Lehrerversorgung der Ganztagsschulen, die sich allein aufgrund unterschiedlicher Einrichtungszeitpunkte ergibt. Um den Alterlassschulen aber den notwendigen Vorlauf zur Anpassung zu geben, sollen ihnen die zusätzlichen Lehrerwochenstunden nochmals für das Schuljahr 2010/11 zur Verfügung stehen", sagte Kultusministerin Marion Schick. Die seit 1995/96 auf Empfehlung der Enquete-Kommission "Kinder in Baden-Württemberg" vom Landtag bereitgestellten Mittel stehen seit 2009 nicht mehr zur Verfügung.
Hintergrundinformation:
Im Schuljahr 2009/10 erhalten von den derzeit 1.224 öffentlichen und privaten Ganztagsschulen rund 130 Alterlassschulen zusätzliche Lehrerwochenstunden.
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 | Kultusstaatsekretär Wacker: Ausbildung in Kindergärten greift neue Herausforderungen der frühkindlichen Bildung auf |
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Regionalkonferenz "Frühkindliche Bildung" zum Ausbildungsbe-ruf Erzieherin / Erzieher in Biberach
Der Ausbildungsberuf Erzieherin/ Erzieher stand heute (3.März) im Mittelpunkt der 3. „Regionalkonferenz Frühkindliche Bildung“ des Kultusministeriums Baden-Württemberg an der Matthias-Erzberger-Schule in Biberach. Dabei wurden Entwicklungen im Bereich frühkindliche Bildung und die Erzieherausbildung vorgestellt und diskutiert. „Diese Regionalkonferenz soll die Bedeutung der frühkindlichen Bildung insgesamt unterstreichen und das attraktive Berufsbild in die Öffentlichkeit transportieren“, erklärte Kultusstaatssekretär Georg Wacker MdL in seiner Rede.
„Erzieherin oder Erzieher ist eine anspruchsvolle und herausfordernde Berufstätigkeit. Kindergärten müssten heute auch negative gesellschaftliche Tendenzen auffangen. Besonders gravierende Folgen hat die schwindende Lese- und Sprechkultur. Sprachförderung von Kindheit an ist dabei eine gesellschaftliche Herausforderung ", sagte Wacker. Die neu geordnete Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern berücksichtige deshalb verstärkt die Aspekte der Sprachförderung. „Auch der Rückgang der Kinderzahl und die Zunahme alleinerziehender Mütter und Väter verändert das Anforderungsprofil an die Kindergärten. Immer mehr Kinder lernen soziales Verhalten in der Gruppe nicht mehr im Elternhaus unter Geschwistern, sondern im Kindergarten“, sagte der Kultusstaatsekretär. Auch bräuchten zunehmend mehr alleinerziehende Eltern Unterstützung bei der Erziehungsarbeit. Mit der Weiterentwicklung des Orientierungsplans sowie der Erzieherausbildung wird diesen Herausforderungen in der Bildung, Erziehung und Betreuung Rechnung getragen. „Zur Umsetzung des Orientierungsplans sind kleinere Kindergartengruppen die beste Voraussetzung, deshalb haben wir uns in Baden-Württemberg um eine bessere Personalausstattung gekümmert“, sagt Wacker. Mit den kommunalen Landesverbänden wurde deshalb im vergangenen November eine Verbesserung des Personalschlüssels je Kindergartengruppe vereinbart. Der Personalschlüssel wird bis 2012 stufenweise erhöht. Dafür werden insgesamt 200 Millionen Euro bereitgestellt. Das Land trägt davon zwei Drittel.
Auszubildende im Erzieherberuf können durch Zusatzunterricht die Fachhochschulreife erwerben. Damit können sich die Erzieherinnen und Erzieher künftig direkt in den Studiengängen „Frühkindliche Bildung und Betreuung“ an Hochschulen oder Pädagogischen Hochschulen für Leitungspositionen wie beispielsweise Einrichtungsleitung oder Fachberater weiterqualifizieren. „Wir bieten neue Aufstiegsmöglichkeiten und erhöhen damit die Attraktivität des Erzieherberufs“, sagte Wacker. Vor dem Hintergrund der Entscheidung der Bundesregierung und der Bundesländer, bis 2013 die Tagesbetreuung für Kinder unter drei Jahren deutlich auszubauen, werden in Baden-Württemberg etwa 50 000 zusätzliche Betreuungsplätze benötigt. Dieser Ausbau und die Stärkung der frühkindlichen Bildung löst einen zusätzlichen Ausbildungsbedarf von Erzieherinnen und Erziehern sowie Kinderpflegerinnen und Kinderpflegern aus. Für eine Aufstockung der Ausbildungskapazitäten stellt das Land zusätzliche Lehrerstellen zur Verfügung.
Im weiteren Verlauf der Regionalkonferenz erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Einblick in die vielfältige und fundierte Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern sowie von Kinderpflegerinnen und Kinderpflegern. Dabei reicht das Spektrum von der Vorstellung des Motorikzentrums für den Bereich Bewegung, über Beiträge aus dem musikalisch-rhythmischen Bereich, der Darstellung ästhetischer Erziehung mit Museumspädagogik, der Theaterpädagogik bis hin zu dem von der IHK unterstützten Bereich der Naturwissenschaften im Projekt „Haus der kleinen Forscher”.
Staatssekretär Wacker betonte, dass die Kooperation des Landes mit der IHK Ulm und dem Haus der kleinen Forscher für den Standort Baden-Württemberg von großer Bedeutung ist.
Anlage: Ablauf
Ablauf
13.30 Uhr "Bewegung mit Kindern" Motorikzentrum und Albert-Hetsch-Kindergarten
13.40 Uhr Begrüßung durch Herrn Landrat Dr. Heiko Schmid
13.50 Uhr Vorstellung der Matthias-Erzberger-Schule
Schulleiterin Hildegard Ostermeyer
14.00 Uhr Rede Kultusstaatssekretär Georg Wacker MdL
14.20 Uhr Musikalische Einlage
14.30 Uhr Vorstellung der Neuerungen in der frühkindlichen Bildung aus dem
Kultusministerium:
Christa Engemann: Orientierungsplan,
Sprachstandsfeststellung und Sprachförderung
Hildegard Rothenhäusler: Erzieherausbildung
14.50 Uhr Präsentation von Projekten:
- Haus der kleinen Forscher: Uta Wiest-Ladenburger, Monika Bucher
- Museumspädagogik und ästhetische Erziehung:
Jutta Seitz , Bärbel Heinkel-Schmid, Marina Braun
- Theaterpädagogik: Johannes Stephan Fiederling
15.30 Uhr Podiumsdiskussion
Moderation: Prof. Dr. Ferdinand
Teilnehmer: Staatssekretär Georg Wacker
Otto Sälzle Hauptgeschäftsführer IHK Ulm
Prof. Dr. Katja Mackowiak, PH Weingarten
Roland Wersch, Zweiter Bürgermeister Stadt Biberach
Thomas Stöhr, Katholische Kirchenpflege
Sonja Schelkle, Kinderstüble Biberach
Andreas Albicker, Lehrer Matthias-Erzberger-Schule
Stefanie Schmächtig, Schülerin der
Fachschule für Sozialpädagogik
17.00 Uhr Verabschiedung
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 | Mit Grundschulempfehlungen werden Eltern differenziert beraten |
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Bei abweichendem Elternwillen ist mehrstufiges Verfahren möglich
In dieser Woche erhalten Eltern die Grundschulempfehlungen zur Aufnahme in die weiterführenden Schulen. Kultusministerin Marion Schick betont, dass der Grundschulempfehlung keine abschließende Bedeutung für den zukünftigen Bildungsweg der Schülerinnen und Schüler beikomme. „Mit der Wahl eines bestimmten Bildungsweges ist noch längst keine endgültige Entscheidung über den erreichbaren Abschluss getroffen. Das baden-württembergische Schulsystem ist sehr durchlässig. Nach jedem Abschluss gibt es eine Reihe von Möglichkeiten zum Anschluss“, sagte Schick.
Sollte sich das Lern- und Leistungsverhalten eines Kindes nach der Grundschule ändern, ist ein Schulartwechsel in den weiterführenden Klassen möglich. „Es ist mir wichtig, dass wir mit unseren Bildungsangeboten dem jeweiligen Entwicklungstand des Kindes gerecht werden. Unser Bildungssystem ist so flexibel, dass viele Wege zu einer erfolgreichen Bildungsbiographie führen“, sagte Schick. Rund 50 Prozent aller Hochschulberechtigungen werden nicht an einem allgemein bildenden Gymnasium erreicht.
„Zwischen Schule und Elternhaus besteht von Anfang an ein regelmäßiger Kontakt, der einen intensiven Austausch zu Fragen des Übergangs von der Grundschule in die weiterführende Schule ermöglicht“, sagte Schick. In den meisten Fällen wird die Schullaufbahnentscheidung gemeinsam von Eltern und Grundschule getragen. Über 90 Prozent der Eltern stimmten im letzten Jahr zum Beispiel der Grundschulempfehlung „Hauptschule oder Realschule“ zu. 17,1 Prozent der Eltern entschieden sich trotz Gymnasialempfehlung für eine andere Schulart.
„Wir haben in Baden-Württemberg ein dreistufiges Verfahren zur Aufnahme von der Grundschule auf die weiterführende Schule“, sagte Schick. Die Grundschulempfehlungen beruhen dabei nicht alleine auf den erbrachten schulischen Leistungen der Schülerinnen und Schüler. Die Klassenkonferenz berücksichtigt auch das Lern- und Arbeitsverhalten sowie die bisherige Entwicklung des Kindes und stellt eine Prognose für die weiterführende Schule. Falls die Vorstellung der Eltern nicht mit der Grundschulempfehlung übereinstimmt, ist ein pädagogisch differenziertes Test- und Beratungsverfahren vorgesehen. Dabei testet eine externe Lehrkraft die Potentiale des Kindes, zum Beispiel das Sprachvermögen. Etwa 7 000 Beratungsverfahren werden jährlich in Baden-Württemberg durchgeführt, nach dessen Abschluss fast ein Viertel der Kinder eine veränderte Empfehlung erhalten.
Die gemeinsame Bildungsempfehlung ist nur rechtsverbindlich, soweit sich die Eltern einverstanden erklären. Sollte dies nicht der Fall sein, können die Eltern ihr Kind in einem dritten Schritt zur Aufnahmeprüfung anmelden, bei der die betroffenen Lehrkräfte der Grundschule nicht mitwirken dürfen. In einem schriftlichen und mündlichen Teil wird Mathematik und Deutsch auf Grundlage des Bildungsplans der vierten Klasse geprüft. 2 653 Schülerinnen und Schüler nahmen im letzten Jahr an einer Aufnahmeprüfung teil. Dabei erfüllten gut zehn Prozent der Kinder die Anforderungen für den Übergang auf eine Realschule, sowie drei Prozent für den Übergang auf ein Gymnasium.
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 | Veranstaltung "Ehrenamt im Dialog" mit Kultusstaatssekretär Georg Wacker in der Landesakademie Ochsenhausen |
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Vortrag von Pater Anselm Grün zum Thema "Menschen führen - Leben wecken"
Kultusstaatsekretär und Ehrenamtsbeauftragter der Landesregierung Georg Wacker MdL lädt heute Abend (25. Februar) zum zweiten Mal ehrenamtlich Engagierte zur Gesprächsrunde "Ehrenamt im Dialog" in die Landesakademie nach Ochsenhausen ein. Mit der Veranstaltungsreihe möchte Wacker mit ehrenamtlich Aktiven im Land in einen offenen Dialog treten und Denkanstöße für die Arbeit vor Ort geben. "Ihr Einsatz stärkt den Zusammenhalt in unserem Gemeinwesen. Ohne Ihr Engagement würde kein Verein, keine Initiative und kein Verband funktionieren. Mit dem heutigen Abend möchte ich meine Wertschätzung für Ihre Arbeit ausdrücken", sagt Kultusstaats-sekretär Wacker.
Im Mittelpunkt des Abends steht Pater Anselm Grüns Vortrag "Menschen führen – Leben wecken". Der Benediktinerpater der Abtei Münsterschwarzach stellt dar, wie Führen und Leiten, ohne den einzelnen Menschen aus dem Blick zu verlieren, möglich ist. Im Anschluss an den Vortrag gibt es bei einer Diskussion zwischen Pater Anselm Grün, Kultusstaatsekretär Georg Wacker und dem Publikum Gelegenheit zum Austausch. Den musikalischen Rahmen schaffen das Jazztrio der Landesakademie und das Blechbläserensemble der Jungen Deutschen Philharmonie.
Veranstaltungsreihe "Ehrenamt im Dialog"
"Ehrenamt im Dialog" findet einmal im Jahr an wechselnden Orten statt. Mit dieser Veranstaltung möchte der Ehrenamtsbeauftragte der Landesregierung, Kultusstaatssekretär Georg Wacker MdL, einen Raum für den Dialog mit ehrenamtlich Engagierten in Baden-Württemberg schaffen und den oft im Verborgenen geleisteten Einsatz würdigen und sichtbar machen. Vergangenen März hat Staatssekretär Wacker die Veranstaltungsreihe im Museum Frieder Burda in Baden-Baden eröffnet.
Informationen zu Pater Anselm Grün
Anselm Grün, geboren 1945, trat mit 19 Jahren der Benediktinerabtei Münsterschwarzach bei. Er studierte von 1965 bis 1976 Philosophie, Theologie und Betriebswirtschaftslehre. Seit 1977 ist er der wirtschaftliche Leiter (Cellerar) der Abtei Münsterschwarzach. Er hat rund 300 Bücher veröffentlicht, die in einer Gesamtauflage von 14 Millionen Büchern weltweit verkauft wurden. In zahlreichen Vorträgen und Seminaren geht er auf existentielle Fragen und Nöte der Menschen ein und berät Geistliche sowie Manager in der Krise.
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 | Telefonhotline des Kultusministeriums zur schulpsychologischen Beratung am 4. März 2010 |
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Das Kultusministerium schaltet am Donnerstag 4. März 2010, von 13 Uhr bis 17 Uhr eine Hotline zur schulpsychologischen Beratung
Das Kultusministerium schaltet am Donnerstag 4. März 2010, von 13 Uhr bis 17 Uhr eine Hotline zur schulpsychologischen Beratung. Expertinnen und Experten aus den Schulpsychologischen Beratungsstellen stehen Lehrkräften, Eltern sowie Schülerinnen und Schülern unter der Telefonnummer 0711 / 279-2470 zur Verfügung.
Die Experten geben beispielsweise zu Fragen der Schullaufbahn, der Bewältigung von schulischen Stress- und Konfliktsituationen oder zu Lernstrategien Auskunft und Rat. Darüber hinaus können die schulpsychologischen Beratungsstellen in den Staatlichen Schulämtern direkt kontaktiert werden.
Die Adressen der Schulpsychologischen Beratungsstellen finden Sie im Kultusportal unter: www.kultusportal-bw.de/servlet/PB/menu/1191010/
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 | Kultusminister Helmut Rau stellt Empfehlungen des Expertenrats "Schulische Bildung von jungen Menschen mit Behinderung" vor |
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Wegfall der Sonderschulpflicht / Bildungswegekonferenzen
erarbeiten Angebot / Eltern haben qualifiziertes Wahlrecht
Kultusminister Helmut Rau MdL hat heute (18. Februar) die Empfehlungen des Expertenrats "Schulische Bildung von jungen Menschen mit Behinderung" vorgestellt. Der 19-köpfige Expertenrat hat sich mit der Frage nach der bestmöglichen Beratung, Unterstützung und Bildung von jungen Menschen mit Behinderungen, Beeinträchtigungen, Benachteiligungen oder chronischen Erkrankungen beschäftigt. Er empfiehlt auf den Einzelfall bezogene, passgenaue Lösungen zu entwickeln und rät von Patentlösungen ab. Nach Auffassung des Expertenrates sind für eine erfolgreiche schulische Bildung von jungen Menschen mit Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot unterschiedliche Wege des gemeinsamen Unterrichts, der sich an einem gemeinsamen Bildungsplan (zielgleich) oder verschiedenen Bildungsplänen (zieldifferent) orientiert, vorstellbar.
„In den nächsten Wochen werden wir die politische Bewertung der Empfehlungen vorzunehmen haben. Ich könnte mir durchaus vorstellen, erste Umsetzungsschritte im Rahmen eines Stufenplans schon zum kommenden Schuljahr zu gehen. Am Ende dieses Stufenplans muss aus meiner Sicht eine Schulgesetzänderung stehen“, sagte Rau. Den Mitgliedern des Expertenrats dankte der Minister für ihre engagierte Arbeit. „Das Gremium hat seinen Auftrag sehr verantwortungsbewusst angenommen und konstruktiv zu grundlegenden Fragestellungen gearbeitet.“
Nach den Empfehlungen des Gremiums soll die Sonderschulpflicht entfallen. In Zukunft soll diese in eine Pflicht zum Besuch einer allgemein bildenden Schule in der Primar- und Sekundarstufe sowie eine Pflicht zum Besuch einer Beruflichen Schule aufgehen. Bildungswegekonferenzen, in denen Experten des Schulbereichs zusammen mit den Eltern und mit Partnern der Behinderten- und der Jugendhilfe die besten Lösungen für das Kind beraten, erarbeiten einzelfallbezogene Schulangebote. Die Eltern sollen dann für ihr Kind ein qualifiziertes Wahlrecht zwischen gemeinsam erarbeiteten Alternativen haben. Die Schulverwaltung soll nach den Empfehlungen des Expertenrates das Entscheidungsergebnis der Eltern grundsätzlich übernehmen, es sei denn, die Eltern wollen trotz der Vorschläge der Bildungswegekonferenz eine Lösungsform, die nicht realisierbar ist, weil zwingende Gründe entgegenstehen. Sonderschulen sollen sich zu sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren für jeweils unterschiedliche Förderschwerpunkte in einer Region weiterentwickeln und ihre Unterstützungs- und Bildungsangebote stärker als bisher in die allgemeinen Schulen verlagern. Sie sollen entsprechend benannt werden und weiterhin eigenständige schulische Bildungsangebote vorhalten. Ein Ansprechpartnersystem in den allgemeinen Schulen soll aufgebaut sowie das Netzwerk zwischen allgemeinen Schulen und den sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren verdichtet werden.
Der Expertenrat, der sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft, der Wissenschaft, der Beratungsgremien des Kultusministeriums und Elternorganisationen, Fachverbänden sowie Entscheidungsträgern zusammensetzt, sprach sich für die Erprobung der mit den Empfehlungen in Verbindung stehenden Schritte der Weiterentwicklung aus, bevor eine Schulgesetzänderung diskutiert werde.
Minister Rau hatte am 4. Mai 2009 Leitgedanken zur Weiterentwicklung des Systems der schulischen Bildung von jungen Menschen mit Behinderung in die Diskussion gegeben und den Expertenrat berufen. Grund dafür waren die verschiedenen Entwicklungsleistungen der Schulen und ihrer Partner sowie die Ratifizierung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen. Die Mitglieder des Expertenrats haben sich mit Fragen der Ausgestaltung dieser Leitgedanken befasst und hierzu die oben ausgeführten Empfehlungen vorgelegt.
Die Empfehlungen des Expertenrats unter:
www.kultusportal-bw.de/servlet/PB/show/1263897/
Mitglieder des Expertenrats
| Name |
Institutionen, Verbände, Gremien |
| Schöffel-Tschinke, Ingeborge |
Landesschulbeirat |
| Maichel, Sigrid |
Landeselternbeirat |
| Prof. Dr. Bauder, Ulrich |
Lebenshilfe, Landesverband BW |
| Zelch, Rosemarie |
LAG Gemeinsam lernen – Gemeinsam leben |
| Ziegler, Mechthild |
Landesverband Lernen Fördern |
| Rudolf, Willi |
LAG Hilfe für Behinderte |
| Stöppler, Thomas |
Verband Sonderpädagogik, Landesverband BW |
| Heilemann, Christa |
Landkreistag BW |
| Bock, Irmtraud |
Gemeindetag BW |
| Brugger, Norbert |
Städtetag BW |
| Prof. Dr. Werner, Birgit |
PH Heidelberg |
| Prof. Dr. Merz-Atalik, Kerstin |
PH Ludwigsburg |
| Prof. Dr. Schöler, Hermann |
PH Heidelberg |
| Prof. Bacher, Suzan |
Landesinstituts für Schulentwicklung BW |
| Dr. Koinzer, Petra |
Sächsisches Staatsministerium für Kultus |
| Frei, Brigitte |
Staatliches Schulamt Mannheim |
| Rüdlin, Helmut |
Staatliches Schulamt Lörrach |
| Zetzmann, Sabine |
Ministerium für Arbeit und Soziales |
| Strayhle, Eberhard |
Ministerium für Arbeit und Soziales |
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 | Baden-Württemberg schreibt Landespreis für Volkstheaterstücke 2011 aus |
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Preise in Höhe von 12.500 Euro / Einsendeschluss 18. Juni 2010
Das Kultusministerium schreibt zum zwölften Mal den Landespreis für Volkstheaterstücke aus. Bis zum 18. Juni 2010 können Autorinnen und Autoren Theaterstücke einreichen, die Themen aus Brauchtum und Geschichte behandeln sowie Heimatverbundenheit unterhaltsam darstellen. Die Stücke sollen das Genre des Volkstheaters im öffentlichen Bewusstsein aufwerten und gleichzeitig Impulse für eine Fortentwicklung setzen. Das Land Baden-Württemberg stiftet den Preis im Rhythmus von drei Jahren. Den Gewinnerinnen und Gewinnern winken Preisgelder in Höhe von insgesamt 12.500 Euro. Die Preisverleihung findet im Sommer 2011 statt.
Teilnahmeberechtigt sind Autorinnen und Autoren selbst verfasster Theaterstücke. Daneben sind auch eigenständige Bearbeitungen zugelassen, sofern die Rechte Dritter nicht berührt sind. Die eingereichten Stücke können bereits aufgeführt worden sein, sollten jedoch nach 2008 entstanden sein.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer senden ihre Texte in Form loser Blattsammlungen an den Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg e.V., der die Geschäftsführung des Landespreises übernommen hat.
Weitere Hinweise zur Bewerbung
Der Inhalt der Stücke sollte in Kurzform dargestellt werden, und das jeweilige Entstehungsjahr und eventuelle Aufführungstermine und –orte genannt werden. Neben Adresse und Telefonnummer sind Angaben zum persönlichen Werdegang der Bewerberinnen und Bewerber erwünscht. Die eingereichten Stücke können nicht zurückgesendet werden.
Einreichadresse:
Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg e.V.
Liebenaustr. 3
72666 Neckartailfingen
Informationen zum Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg e.V.
unter: www.amateurtheater-bw.de.
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