Zum ersten Mal startet in Baden-Württemberg das Verfahren zur Lehrereinstellung im November

Im Internet sind ab heute 1400 Lehrerstellen ausgeschrieben / Insgesamt können für das Schuljahr 2009/10 über 5000 Lehrkräfte eingestellt werden

Kultusminister Helmut Rau: Unser Ziel ist es, eine große Anzahl von Bewerbern frühzeitig zu binden


Zum ersten Mal startet das Verfahren zur Lehrereinstellung in Baden-Württemberg bereits im November. Im Internet sind 1400 Lehrerstellen für die allgemein bildenden Gymnasien und rund 400 für die Beruflichen Schulen ausgeschrieben. In beiden Schularten ist der Bedarf besonders hoch. Weitere Etappen der Lehrereinstellung folgen im Februar und im Frühjahr. Ingesamt werden voraussichtlich über 5000 Lehrkräfte für das Schuljahr 2009/10 eingestellt.

„Wir haben das Einstellungsverfahren optimiert und an die neuen Anforderungen durch die Qualitätsoffensive Bildung angepasst. Damit verfolgen wir das Ziel, eine große Zahl an Lehramtsbewerbern möglichst frühzeitig zu binden. Erste Zusagen sind noch in diesem Jahr möglich“, sagte Kultusminister Helmut Rau. Die Stellen im November werden schulbezogen ausgeschrieben. Damit können Lehrkräfte gezielt für bestimmte Schulprofile, Engpassfächer und für bestimmte Regionen gewonnen werden.
Bewerben können sich Referendare aus den Staatlichen Seminaren, bisher nicht eingestellte Lehrkräfte und geeignete Interessenten aus anderen Bundesländern. An den Beruflichen Schulen bilden gewerblich-technische und allgemein bildende Mangelfächer den Schwerpunkt der Ausschreibung. Besonders die Bereiche Maschinenbau und Elektrotechnik sind gefragt. Außer Lehramtsbewerbern können auch berufserfahrene Ingenieure als Direkteinsteiger eingestellt werden. Für die Gymnasien und Beruflichen Schulen soll das gesamte Verfahren der Lehrereinstellung noch vor den Pfingstferien abgeschlossen sein.

Mit der Novemberausschreibung reagiert Baden-Württemberg nicht nur auf den deutlich gestiegenen Lehrerbedarf durch die Qualitätsoffensive Bildung, sondern auch auf den schärfer gewordenen Wettbewerb zwischen den Ländern um Lehrkräfte. „Mit den frühen Einstellungszusagen erhalten hier ausgebildete Bewerber und Schulen schnell Planungssicherheit“, sagte Rau. „Durch die stark sinkende Zahl der Schülerinnen und Schüler würden in den nächsten Jahren in erheblichem Umfang Lehrerstellen frei. Diese demografische Rendite fließt nicht in den Landeshaushalt, sondern verbleibt im Bildungssystem. „Wir nutzen die Spielräume, um die Rahmenbedingungen für Schule und Unterricht gezielt und spürbar zu verbessern“, betonte der Kultusminister.

Hinweis an die Redaktionen:
Eine Liste der Stellenangebote und Details zum Bewerbungsverfahren finden sich unter: www.lehrereinstellung-bw.de


19 Modellstandorte erproben pädagogische Kooperation zwischen Haupt- und Realschulen

Kultusminister Helmut Rau: Gute Basis, um belastbare Erkenntnisse aus dem Modellversuch zu gewinnen

Am Modellversuch zur pädagogischen Kooperation von Haupt- und Realschulen nehmen insgesamt 19 Kooperationsverbünde teil. Dies gab Kultusminister Helmut Rau MdL am Mittwoch (19. November) in Stuttgart bekannt. Rau sieht in der Teilnehmerzahl „eine gute Basis, um belastbare Erkenntnisse zu gewinnen.“ Ziel des Modellversuchs ist es, die Durchlässigkeit zwischen Haupt- und Realschule weiter zu erhöhen. Die Erprobungsphase startet im September 2009 und dauert insgesamt drei Schuljahre.

„Die teilnehmenden Schulen leisten wichtige Pionierarbeit. Es gilt jetzt auszuloten, ob und wie weit eine pädagogische Zusammenarbeit von Haupt- und Realschulen tragen kann", betonte der Kultusminister. Die Kooperation soll so ausgestaltet werden, dass alle Schülerinnen und Schüler gefördert werden können – die schwächeren genauso wie die leistungsstarken. Eine Arbeitsgruppe aus Schulpraktikern von Haupt- und Realschule, Vertretern der kommunalen Landesverbände, der Wissenschaften und der Schulverwaltung hat zwei Varianten der Kooperation entwickelt. Im ersten Modell können in Niveaukursen Hauptschülerinnen und Hauptschüler bei vorhandener Eignung den Unterricht an der Realschule in den Kernfächern besuchen und auf diesem Weg erproben, ob ein Wechsel auf die Realschule für sie zu leisten ist.
 
Diese Modellvariante erproben 16 Schulverbünde. Sie erhalten dafür maximal 0,8 Deputate pro Schulverbund und Schuljahr für die Dauer des Versuchs. In der zweiten Modellvariante bilden die Schülerinnen und Schüler mit Hauptschulempfehlung und mit Realschulempfehlung eine gemeinsame Klasse. Sie besuchen in den Klassen 5 und 6 gemeinsam den Kernunterricht, also die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch. Dafür wurde vom Landesinstitut für Schulentwicklung (LS) ein gemeinsamer Kernplan mit schulartspezifischen Zusätzen auf der Grundlage der geltenden Bildungsstandards erarbeitet. Ein gemeinsamer Unterricht kann auch in weiteren Fächern angeboten werden. Am Übergang zur siebten Klasse besteht dann die Möglichkeit, die Schullaufbahnempfehlung mit Blick auf die Entwicklung des Schülers zu überdenken. Diese Modellvariante wird von drei Kooperationsverbünden getestet, die dafür maximal zwei Deputate pro Kooperationsverbund und Schuljahr für die Dauer des Versuchs erhalten. Beide Modellvarianten eröffnen den Schülerinnen und Schülern einen nahtlosen Übergang in die Klasse 7 der Haupt- bzw. Realschule.

Rau unterstrich, dass der Modellversuch keinen Einstieg in den Ausstieg aus dem gegliederten Schulsystem bedeutet. Es gehe insbesondere darum, leistungsstarken Hauptschülern zusätzliche schulische Aufstiegsmöglichkeiten zu eröffnen. Bereits heute zeichne sich das Schulsystem Baden-Württembergs durch ein hohes Maß an Dynamik, Effizienz und Durchlässigkeit aus. Es sei so ausgestaltet, dass nach jedem Abschluss weitere Anschlussmöglichkeiten bestünden. Die Hälfte der Hauptschülerinnen und Hauptschüler würden im beruflichen Schulwesen die Mittlere Reife erwerben, 70 Prozent der Schülerinnen und Schüler der beruflichen Gymnasien kämen aus der Realschule und die Hälfte aller Studienzugangsberechtigungen würden nicht über die allgemein bildenden Gymnasien vergeben. „Die Wahl für ein bestimmtes Bildungskonzept ist in Baden-Württemberg nicht gleichbedeutend mit einer endgültigen Entscheidung für einen bestimmten Bildungsabschluss. Viele Wege führen zu höheren schulischen Abschlüssen, keine Schulart stellt eine Sackgasse dar“, betonte Rau.

Unter www.kultusportal-bw.de/servlet/PB/-s/xxxx/show/1238249/ können Sie teilnehmenden Schulen abrufen.


Ehrenamtspreis "Echt gut!" - Abstimmungsphase wird bis zum 12. Dezember verlängert



Seit Mitte Oktober stehen beim „Echt gut!“-Ehrenamtspreis per Telefon oder im Internet 60 Vorschläge zur Auswahl. Aufgrund der hohen Beteiligung wurde die Abstimmungsphase bis zum 12. Dezember 2008 verlängert. Bereits zum fünften Mal vergibt das Land Baden-Württemberg mit Unterstützung der EnBW Energie

Baden-Württemberg AG, dem SparkassenVerband Baden-Württem­berg und der Landesstiftung Baden-Württemberg den Ehrenamtspreis. In diesem Jahr wurden aus rund 1 100 Bewerbungen 60 Kandidaten in verschiedenen Kategorien für die Wahl nominiert.

 

Die 60 Finalisten werden im Internet unter www.echt-gut-bw.deund in der „Echt gut!“-Zeitung vorgestellt, die in ausgewählten Sparkassenfilialen des Landes ausliegt. Abgestimmt werden kann entweder per Mausklick im Internet oder telefonisch: An die Rufnummer 01801-010301 wird die in der „Echt gut!“-Zeitung angegebene Endziffer für den persönlichen Wunschkandidaten angehängt. Ein Anruf kostet 3,9 Cent pro Minute (aus dem Mobilfunk gelten ggf. abweichende Tarife). Der nominierte Beitrag mit den meisten Klicks und Anrufen gewinnt in seiner Kategorie.

 

Wettbewerb in verschiedenen Kategorien

Der Wettbewerb „Echt gut! - Ehrenamt in Baden-Württemberg“ wird in sechs Kategorien ausgetragen: „Lebendige Gesellschaft“, „Sport und Kultur“, „Soziales Leben“, „Umwelt und nachhaltige Entwicklung“, „Junge Macher“ und „EnBW Ehrenamt Impuls“.

 

Die Sparkassen im Land haben die Patenschaft für die Kategorie „Lebendige Gesellschaft“ übernommen. Die Landesstiftung Baden-Württemberg lobt den Sonderpreis „Junge Macher“ aus und der Sonderpreis „EnBW Ehrenamt Impuls“ der EnBW zeichnet Menschen in Baden-Württemberg aus, die mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit neue Wege gehen. Zusätzlich zum Sonderpreis „EnBW Ehrenamt Impuls“ erhalten die Gewinner dieser Kategorie von der EnBW eine zweijährige finanzielle und fachliche Förderung.

 

Alle Gewinner bei Festgala und in der ARD

Die Verleihung der Preise erfolgt am 16. Januar 2009 im Rahmen einer Ehrenamtsgala mit Ministerpräsident Günther H. Oettinger und weiteren Mitgliedern der Landesregierung im Neuen Schloss in Stuttgart. Jeder der sechs Gewinner wird nach der Preisverleihung mit einem eigenen TV-Spot in der ARD präsentiert. Den Gewinnerinnen und Gewinnern der einzelnen Kategorien winkt zusätzlich zur „Echt gut!“-Trophäe ein Geldpreis in Höhe von 2 500 Euro. Die Plätze zwei und drei werden jeweils mit 500 Euro prämiert.

 

Weitere Informationen zum Wettbewerb:

 

www.echt-gut-bw.de 

 

 

gez.: Cornelia Fink 06/11/08

gez:: Elvira Menzer-Haasis


"Gespräche im Schloss" - neue Veranstaltungsreihe mit Kultusminister Helmut Rau

Auftakt im Barockschloss in Mannheim / Fernsehmoderatorin Petra Gerster als erster prominenter Talkgast

Das Kultusministerium lädt zu einer neuen Veranstaltungsreihe ein. "Gespräche im Schloss" heißt die Talkrunde und startet am Freitag (7. November) im Barockschloss in Mannheim. Zum Auftakt diskutiert Kultusminister Helmut Rau MdL mit der Fernsehmoderatorin und Buchautorin Petra Gerster über die Erziehungspartnerschaft von Elternhaus und Schule. Die Moderation übernimmt Markus Brock vom SWR.

„Bildungspolitik lebt von einem offenen Dialog mit allen Teilen der Gesellschaft. Die neue Veranstaltungsreihe soll einen intensiven Gedankenaustausch anstoßen, der nicht kurzlebige Schlagzeilen, sondern nachhaltige Debattenimpulse zum Ziel hat“, sagte Kultusminister Rau. Der Abend beginnt mit einem Vortrag von Petra Gerster zum Thema "Erziehung - was sich in Familie, Schule und Wirtschaft ändern muss". Die anschließende Gesprächsrunde findet unter Beteiligung des Publikums statt. Zu der Ver-anstaltung sind Führungskräfte aus der Kultusverwaltung, Schulleiterinnen und Schulleiter, Leiterinnen und Leiter von Kindertagesstätten sowie Partner aus Städte und Gemeinden, Wirtschaft, Kirche aus Sport und Kultur eingeladen. "Die Gespräche im Schloss" finden zukünftig zwei Mal im Jahr zu einem aktuellen bildungspolitischen Thema statt.


Kultusstaatssekretär Wacker würdigt "Mitmachen Ehrensache?

Am 5. Dezember arbeiten in Baden-Württemberg Jugendliche zugunsten sozialer Projekte / "Heiße Vorbereitungsphase" beginnt

Empfang für junge Botschafterinnen und Botschafter der Mitmach-Aktion im Neuen Schloss in Stuttgart


Am 5. Dezember, dem Internationalen Tag des Ehrenamts, werden bei der Aktion "Mitmachen Ehrensache“ wieder mehrere tausend Jugendliche für einen guten Zweck jobben gehen und zugunsten ausgewählter sozialer Projekte auf ihren Lohn verzichten. Der Ehrenamtsbeauftragte der Landesregierung, Kultusstaatssekretär Georg Wacker MdL, empfing Freitag (7. November) zum Auftakt der „heißen Vorbereitungsphase“ eine Delegation von engagierten Jugendlichen im Neuen Schloss.

Unter dem Motto „Mitmachen Ehrensache“ suchen sich Jugendliche in ganz Baden-Württemberg für den 5. Dezember selbstständig einen Arbeitsplatz für einen Tag. Sie helfen in großen und kleinen Firmen, in Behörden, Krankenhäusern oder bei Privatpersonen. Das erarbeitete Geld behalten sie nicht für sich, sondern spenden es ausgewählten sozialen Projekten. Im letzten Jahr nahmen 6522 Jugendliche an der Aktion teil und erwirtschafteten an einem einzigen Tag die Summe von 151.697 Euro.

Besonders aktive Jugendliche werben seit Oktober als sogenannte „Botschaf-ter(innen)“ in Schulen, auf SMV-Kongressen und bei Pressekonferenzen für „Mitmachen Ehrensache“ und versuchen so, möglichst viele „Mitmacher“ zu  gewinnen.
Darüber hinaus unterstützen sie ehrenamtlich die Aktionsbüros im ganzen Land. Über 400 Botschafterinnen und Botschafter gibt es inzwischen. Einige dieser engagierten Jugendlichen empfing Kultusstaatssekretär Wacker, um sich für ihren Einsatz bei „Mitmachen Ehrensache“ zu bedanken.

„Für uns ist diese Aktion gleich in zweifacher Hinsicht vorbildlich. Sie fördert Verantwortungsbewusstsein und ehrenamtliches Engagement von Jugendlichen und ist gleichzeitig eine berufliche Bildungsaktion. Wir wünschen uns deshalb, dass sich wieder viele Schulen, Jugendliche und Arbeitgeber beteiligen“. Das Kultusministerium stif-tet zum ersten Mal Preise für Personen und Einrichtungen, die sich besonders für Mitmachen Ehrensache engagieren. Die Auszeichnungen werden im Frühjahr 2009 in einem feierlichen Rahmen bei der Präsentation des Gesamtergebnisses überreicht.

Die Jugendstiftung Baden-Württemberg und die Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft sind seit 2003 Träger von Mitmachen Ehrensache. Sowohl auf Landesebene als auch in den Stadt- und Landkreisen fördern zahlreiche Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Sport das Projekt. Ministerpräsident Günther H. Oettinger ist Schirmherr der Aktion. Dieses Jahr beteiligen sich 21 Stadt- und Landkreise an "Mitmachen Ehrensache". Einige davon haben sogar damit begonnen, die Aktion ganzjährig durchzuführen, beispielsweise mit verschiedenen Aktionstagen pro Klassenstufe. Möglich ist auch eine Verknüpfung von „Mitmachen Ehrensache“ mit verschiedenen Kooperations-formen wie z.B. dem Jugendbegleiterprogramm.

Eine besondere Würdigung erhielt „Mitmachen Ehrensache“ Anfang 2008 beim Jahresempfang der  Bundesinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ in Berlin: die Organi-satoren konnten Bundespräsident Horst Köhler persönlich die Aktion präsentieren
und auf das große Potenzial von Jugendlichen verweisen, die die Gesellschaft positiv mit gestalten.

Mehr Informationen gibt es unter:  www.mitmachen-ehrensache.de . Dort sind alle regionalen Aktionsbüros mit aktuellen Informationen für Arbeitgeber, Schulen und Ju-gendliche zu finden.
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Telefonhotline: Schulpsychologen geben Rat



Das Kultusministerium schaltet am Mittwoch (5. November) von 13.30 bis 17.00 Uhr eine Hotline zur schulpsychologischen Beratung. Expertinnen und Experten aus den Schulpsychologischen Beratungsstellen stehen unter der Telefon-Nummer 0711 / 279-2470 Lehrkräften, Eltern sowie Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort, beispielsweise zu Fragen der schulischen Laufbahnwahl, zu Lernstrategien oder zur Bewältigung von schulischen Stress- und Konfliktsituationen. An den Schulpsychologischen Beratungsstellen in den Stadt- und Landkreisen bieten in diesem Zeitraum Schulpsychologinnen und Schulpsychologen ebenfalls eine telefonische Beratung an.


Die Adressen der Schulpsychologischen Beratungsstellen sind unter www.kultusportal.de (Rubrik Beratung - Schulpsychologische Beratungsstellen) zu finden.


Kultusminister Helmut Rau im Dialog mit Schülerinnen und Schülern

Neue Veranstaltungsreihe "Treffpunkt Schule" startet an der Max-Weber-Schule Freiburg

Kultusminister Helmut Rau MdL hat heute (23. Oktober) im Rahmen des ersten „Treffpunkt Schule“ die Freiburger Max-Weber-Schule besucht. Im Mittelpunkt stand der Dialog zwischen Schülern und Kultusminister. „Ich möchte von den Jugendlichen erfahren, welche Themen ihnen unter den Nägeln brennen“, sagte Rau. Die neue Veranstaltungsreihe findet in Zukunft viermal jährlich an verschiedenen Schulen in Baden-Württemberg statt.

Die Schülerinnen und Schüler der Max-Weber-Schule hatten das Programm des Schulbesuchs vorbereitet und konnten dem Kultusminister ihre Wünsche, Anregungen und Ideen vorstellen. Nach einer Diskussionsrunde in der Aula mit allen Schülern hatten 40 Jugendliche aus allen Schularten der Schule die Möglichkeit, mit dem Kultusminister in kleinerer Runde in den Dialog zu treten. Zudem stellten Schüler Kultusminister Rau in einem Interview für die Schulhomepage Fragen zur aktuellen Bildungspolitik.

„Die Max-Weber-Schule steht stellvertretend für die vielen hervorragenden beruflichen Schulen im Land“, sagte Rau. An der größten kaufmännischen beruflichen Schule Südbadens mit knapp 3 000 Schülerinnen und Schülern werden die Schularten Wirtschaftsgymnasium, Berufskolleg, Wirtschaftsschule, Berufsaufbauschule und kaufmännische Berufsschule sowie die Fachschule für Wirtschaft angeboten. Die Schüler haben die Möglichkeit, aus 18 verschiedene Ausbildungen zu wählen. Erlernt werden können beispielsweise die Berufe Fachlagerist, Pharmazeutisch-kaufmännischer Assistent oder Steuerfachangestellter.

Das berufliche Schulwesen in Baden-Württemberg habe Vorbildcharakter, das bestätigten nationale und internationale Vergleiche immer wieder, betonte der Kultusminister. In keinem anderen Land würden so viele junge Menschen ihr Abitur an einem beruflichen Gymnasium erreichen. Beim Bildungsmonitor der Stiftung Neue Soziale Marktwirtschaft belegte die berufliche Bildung in diesem Jahr den ersten Platz. 93% der Auszubildenden in Baden-Württemberg legen ihre Abschlussprüfung erfolgreich ab. „Damit ist das Land bundesweit an der Spitze“, sagte Rau. Baden-Württemberg unternehme enorme Anstrengungen, diesen Spitzenplatz zu sichern. Der Kultusminister verwies auf die 530 Millionen schwere „Qualitätsoffensive Bildung“ der Landesregierung. Von der darin enthaltenen schrittweisen Absenkung des Klassenteilers würden auch die beruflichen Schulen profitieren.


Freie Träger erhalten 2008 Fördermittel in Höhe von 14 Mio. Euro für den Schulhausbau



Der Schulhausbau Freier Träger wird vom Land Baden-Württemberg im Jahr 2008 mit 14 Millionen Euro gefördert. Insgesamt wurden Zuschüsse für 26 Bauvorhaben bewilligt. Kultusminister Helmut Rau MdL betonte, dass alle entscheidungsreifen Anträge berücksichtigt werden konnten. „Die Schulen in Freier Trägerschaft können sich auf das Land verlassen und erhalten Planungssicherheit.“

Die Fördermittel stammen aus dem Schulbauförderungsprogramm Freier Träger und dem bis 2009 befristeten Impulsprogramm Baden-Württemberg. Auf Antrag erhalten Träger von Ersatzschulen einen Zuschuss zu den Kosten ihrer Schulbauten. Förderfähig sind der Neubau von Schulgebäuden, die bauliche Erweiterung von Schulgebäuden, der Umbau von Schulgebäuden zur Schaffung von zusätzlichem Schulraum sowie der Erwerb und Umbau von Gebäuden zur Gewinnung von Schulräumen.


Kultusminister Helmut Rau: Beruflicher Schuldienst soll für Ingenieure attraktiver werden

Im Rahmen der Qualitätsoffensive Bildung erhalten Direkteinsteiger in das berufliche Lehramt Gehaltszulagen / Dafür stehen insgesamt 15. Mio. Euro zur Verfügung

„Wenn wir für Ingenieure und Hochschulabsolventen der Metalltechnik und der Elektrotechnik, die in den beruflichen Schuldienst einsteigen, zukünftig Zulagen zahlen, dann ist das ein klares Signal: Wir stärken unsere beruflichen Schulen im Wettbewerb um qualifiziertes Lehrpersonal“, sagte Helmut Rau am Mittwoch (15. Oktober) in Stuttgart. Für die Zulagen stehen im Rahmen der Qualitätsoffensive Bildung insgesamt 15 Mio. Euro bereit. In seiner Sitzung am Vortag hatte der Ministerrat einen weiteren Sachstandsbericht zur Qualitätsoffensive gebilligt. Durch Auswahl- und Vorbereitungsseminare sollen Lehrkräfte zukünftig für Führungsaufgaben an Schulen qualifiziert werden. Dafür sind 2,25 Mio. Euro vorgesehen.

„Es muss für Ingenieure attraktiver werden, sich als Lehrkraft zu engagieren und ihre besondere Kompetenz in die berufliche Ausbildung einzubringen“, betonte Rau. Für neu eingestellte Direkteinsteiger mit Universitätsabschluss in den Bereichen Metalltechnik und Elektrotechnik ist eine tarifliche Zulage von bis zu 800 Euro brutto, für Direkteinsteiger mit Fachhochschul- oder Berufsakademieabschluss eine Zulage von bis zu 600 Euro brutto vorgesehen. Die Zulagen sollen ab September 2009 gewährt werden. Der monatliche Bruttoverdienst beträgt mit diesen Zulagen dann je nach anrechenbarer Berufserfahrung zwischen 3830 und 4475 Euro. Diese besseren Bedingungen sind deshalb notwendig, weil der hohe Ingenieurbedarf der Wirtschaft zu einem deutlichen Absinken der Direktbewerberzahlen für den beruflichen Schuldienst geführt hat. Da der Lehrkräftebedarf für die beruflichen Schulen nicht alleine über die traditionelle Lehramtsausbildung gedeckt werden kann, stellt die Einstellung von Ingenieuren ein wichtiges Instrument dar, um die Unterrichtsversorgung zu stabilisieren. Dies gilt insbesondere für die beruflichen Mangelbereiche Metalltechnik und Elektrotechnik. „Unser Ziel ist es aber nicht nur, mehr Ingenieure für den Schuldienst zu gewinnen, sondern gleichzeitig zu verhindern, dass Absolventen der Gewerbelehrerstudiengänge mit ihrer Qualifikation in die Wirtschaft abwandern“, erklärte Rau. Die Landesregierung werde deshalb ab Januar 2009 Anwärtersonderzuschläge in Höhe von rund 500 Euro brutto für neu eingestellte Referendare des beruflichen Vorbereitungsdienstes in den Mangelbereichen Metalltechnik und Elektrotechnik zahlen.

Der Kultusminister verwies zudem auf die vielfältigen und bereits laufenden Initiativen und Projekte der Landesregierung, um eine erfolgreiche Lehrergewinnung im beruflichen Bereich sicherzustellen. Besonders hob Rau die Einrichtung von Bachelor-Master-Gewerbelehrerstudiengängen an Fachhochschulen hervor. Diese in Kooperation mit Pädagogischen Hochschulen durchgeführten Studiengänge richten sich an Studieninteressierte mit Fachhochschulreife. An den inzwischen fünf Standorten studieren derzeit insgesamt 300 Personen. Daneben wurden bereits zahlreiche kurz- und mittelfristig wirksame Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählen beispielsweise die Dezentralisierung des Einstellungsverfahrens durch weitgehende Verlagerung auf die einzelnen Schulen, eine großzügigere Anrechnung der Berufserfahrung von Direkteinsteigern bei der tariflichen Stufenzuordnung sowie permanente Werbung und Information über Printmedien (Broschüren, Zeitungsannoncen), das Internet (www.lehrereinstellung-bw.de) sowie in Firmen, die Personal abbauen. Hinzu kommen die Möglichkeit der unterjährigen Ausschreibung und Besetzung von Stellen an einzelnen Schulen mit besonderer Bedarfssituation und die Werbung in anderen Bundesländern.

Als weitere Maßnahme aus der Qualitätsoffensive Bildung stehen 2,25 Mio. Euro für Orientierungs-, Auswahl- und Vorbereitungsseminare bereit, um Lehrkräfte für Führungsaufgaben an ihren Schulen zu qualifizieren. „Modernes Schulmanagement erfordert Leitungspersonal, das über Kompetenz, Motivation und Führungsstärke verfügt. Unser Ziel ist es, Lehrkräfte so auf Führungsaufgaben vorzubereiten, dass sie die Qualitätsentwicklung ihrer Schulen zielstrebig angehen und effizient gestalten“, sagte Kultusminister Rau. Zunächst ist vorgesehen, Lehrkräften, die noch keine Führungs- und Beratungsaufgaben wahrgenommen haben, in einem Orientierungsseminar einen Überblick über die Funktionsstellen an Schulen zu verschaffen sowie den Aufbau und die Rolle der Schulverwaltung zu vermitteln. Dabei werden sie umfassend über die Aufgaben der Schulleitung und der Fachberater und die jeweiligen Anforderungsprofile informiert. Dies soll mit einem ersten Bewerbertraining, einer Bewertung und einer abschließenden Beratung zu den persönlichen Entwicklungspotentialen verbunden werden. Geplant sind 40 Kurse für insgesamt 800 Personen.

Daran schließen sich Vorbereitungs- und Auswahlseminare an, die sich neben den Lehrkräften, die das Orientierungsseminar erfolgreich durchlaufen haben, insbesondere an Stellvertretende Schulleiter aller Schularten, Abteilungsleiter an Gymnasien und Beruflichen Schulen sowie Fachschulräte in der Funktion als Abteilungsleiter an Heimsonderschulen, an Fachberater und Schulaufsichtsbeamte richten. Die Seminare werden in zwei Qualifikationsfeldern durchgeführt und jeweils in Module gegliedert. Das Vorbereitungsseminar beinhaltet Kurse zum Schulmanagement, zur Kommunikation und Konfliktbearbeitung sowie zur Kooperation mit außerschulischen Partnern. Lehrkräfte, die als Fachberater tätig werden möchten, müssen einen Kurs in Erwachsenendidaktik sowie einen Kurs zu Fragen der Beratung und Beurteilung belegen. Am Ende der jeweiligen Module soll ebenso wie nach Durchlaufen des Orientierungsseminars eine qualifizierte Beratung hinsichtlich des weiteren Entwicklungsbedarfs und am Ende der Gesamtmaßnahme eine abschließende Kompetenzbeurteilung stehen. Vorgesehen sind 180 Kurse für insgesamt 1400 Personen. 


Ehrenamtspreis "Echt gut!" geht in die entscheidende Runde

60 vielfältige Projekte und Aktivitäten stehen vom 13. Oktober bis 15. November zur Auswahl / Bürgerinnen und Bürger können per Telefon und Internet für ihren Favoriten stimmen

Vom 13. Oktober bis 15. November 2008 stehen beim „Echt gut!-Ehrenamtspreis“ per Telefon oder im Internet 60 Vorschläge zur Auswahl. „Wir sind stolz auf die vielfältigen Projekte und Aktivitäten im Land“, sagte der Ehrenamtsbeauftragte der Landesregierung, Kultusstaatssekretär Georg Wacker MdL, mit Blick auf die vorgeschlagenen Einzelpersonen, Gruppen, Vereine und Initiativen. „Ihr Einsatz verdeutlicht auf eindrucksvolle Weise, dass Baden-Württemberg auf ihr bürgerschaftliches Engagement zählen kann.“ Dabei zeichneten sich die Nominierten durch Kreativität, Eigenverantwortung und Mitmenschlichkeit aus, betonte Wacker.

Bereits zum fünften Mal vergibt das Land Baden-Württemberg mit Unterstützung der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, dem SparkassenVerband Baden-Württem¬berg und der Landesstiftung Baden-Württemberg den Ehrenamtspreis. In diesem Jahr wurden aus rund 1 100 Bewerbungen 60 Kandidaten in verschiedenen Kategorien für die Wahl nominiert.

Zwei Wahlmöglichkeiten
Die 60 Finalisten werden ab heute (13. Oktober) im Internet unter www.echt-gut-bw.de und in der „Echt gut!“-Zeitung vorgestellt, die in ausgewählten Sparkassenfilialen des Landes ausliegt. Abgestimmt werden kann entweder per Mausklick im Internet oder telefonisch: An die Rufnummer 01801-010301 wird die in der „Echt gut!“-Zeitung angegebene Endziffer für den persönlichen Wunschkandidaten angehängt. Ein Anruf kostet 3,9 Cent pro Minute. Die Abstimmung endet am 15. November um 24 Uhr. Der nominierte Beitrag mit den meisten Klicks und Anrufen gewinnt in seiner Kategorie.

Wettbewerb in verschiedenen Kategorien
Der Wettbewerb „Echt gut! - Ehrenamt in Baden-Württemberg“ wird in sechs Kategorien ausgetragen: „Lebendige Gesellschaft“, „Sport und Kultur“, „Soziales Leben“, „Umwelt und nachhaltige Entwicklung“, „Junge Macher“ und „EnBW Ehrenamt Impuls“.

Die Sparkassen im Land haben die Patenschaft für die Kategorie „Lebendige Gesellschaft“ übernommen. „Als gemeinwohlorientierte Kreditinstitute wollen die Sparkassen engagierte Bürgerinnen und Bürger unterstützen und anerkennen, die sich ehrenamtlich für das Gemeinwesen einsetzen. Sie machen einen guten Teil des wirtschaftlichen Erfolges unseres Landes aus“, verdeutlichte der Präsident des SparkassenVerbands Peter Schneider.

Die Landesstiftung Baden-Württemberg lobt den Sonderpreis „Junge Macher“ aus. „Ehrenamt und freiwilliges Engagement bieten jedem Einzelnen die Chance, sich einzubringen und die Gesellschaft mit zu gestalten. Gerade junge Menschen brauchen unsere Unterstützung und Würdigung ihres Einsatzes, denn sie tragen in hohem Maße zu einem wertvollen Miteinander in unserem Land bei“, sagte der Geschäftsführer der Landesstiftung Herbert Moser. „Unsere Jungen Macher faszinieren durch ihre Kreativität und ihren selbstlosen Einsatz.“

Der Sonderpreis „EnBW Ehrenamt Impuls“ zeichnet Menschen in Baden-Württemberg aus, die mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit neue Wege gehen und als Impulsgeber andere zum Nachahmen begeistern. Die Gewinner erhalten zusätzlich zum Sonderpreis eine zweijährige finanzielle und fachliche Förderung durch die EnBW. „Wir unterstützen den Landeswettbewerb von Anfang an und erleben seit fünf Jahren, wie viel zusätzlichen Schwung die öffentliche Auszeichnung einem Projekt geben kann. Über zahlreiche Stimmabgaben per Telefon oder Internet freuen wir uns deshalb für unsere Nominierten sehr“, betonte Dr. Bernhard Beck, Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor der EnBW.

Alle Gewinner bei Festgala und in der ARD
Die Verleihung der Preise erfolgt am 16. Januar 2009 im Rahmen einer Ehrenamtsgala mit Ministerpräsident Günther H. Oettinger und weiteren Mitgliedern der Landesregierung im Neuen Schloss in Stuttgart. Jeder der sechs Gewinner wird nach der Preisverleihung mit einem eigenen TV-Spot im regionalen Fenster der ARD präsentiert. Den Gewinnerinnen und Gewinnern der einzelnen Kategorien winken zusätzlich zur „Echt gut!“-Trophäe ein Geldpreis in Höhe von 2 500 Euro. Die Plätze zwei und drei werden jeweils mit 500 Euro prämiert.

Weitere Informationen zum Wettbewerb:

www.echt-gut-bw.de


Kultusstaatssekretär Wacker mit Vertretern aus 21 europäischen Regionen im Gespräch über gemeinsame Weiterbildungsprojekte

Zweitägiges Programm der "European Association of Regional and Local Authorities for Lifelong Learning" (EARLALL) in Heidelberg mit Arbeitsgruppen zu den Themen Lernen mit neuen Medien (E-Learning), Mobilität und Gründung von Non-Profit-Organisationen

„Mit unseren europäischen Partnern entwickeln wir hervorragende gemeinsame Projekte und Programme in der Weiterbildung“, sagte Kultusstaatssekretär Georg Wacker MdL zu Beginn des in Heidelberg stattfindenden Treffens von Vertretern aus 21 europäischen Regionen. Die Teilnehmer sind Mitglieder der „European Association of Regional and Local Authorities for Lifelong Learning“ (EARLALL). Der Deputy Minister for Skills, John Griffith aus Wales, der Bildungsminister der Toskana, Gianfranco Simoncini sowie der EARLALL-Präsident Kent Johannson aus Schweden tauschen sich über Innovationen im Weiterbildungsbereich aus und stellen im Rahmen des zweitägigen Programms konkrete Projekte vor. Damit soll die direkte Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Regionen im Bereich des Lebenslangen Lernens intensiviert werden. Kultusstaatssekretär Wacker hat die Bildungsexperten aus Europa als Weiterbildungsbeauftragter der Landesregierung nach Baden-Württemberg eingeladen.

Die EARLALL-Mitglieder setzen sich in Arbeitsgruppen mit den Themen Lernen mit neuen Medien (E-Learning), Mobilität sowie der Gründung von Unternehmen und Non-Profit-Organisationen (Entrepreneurship) auseinander. Europäische Förderprogramme stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie der Austausch über unterschiedliche Ansätze in der Erwachsenenbildung und der allgemeinen sowie der beruflichen Weiterbildung.

Das Lebenslange Lernen wurde im Rahmen des Memorandums der Europäischen Kommission in Lissabon im Jahr 2000 als wichtiges Ziel für die Europäische Union definiert. Die EARLALL wurde am 11. Oktober 2001 in Brüssel mit dem Ziel gegründet, die effektive Zusammenarbeit zwischen ihren Mitgliedern im Bereich des Lebenslangen Lernens zu fördern und mit der Europäischen Union und den öffentlichen Institutionen zu kooperieren. Baden-Württemberg ist seit 2005 Mitglied des Verbundes.

Weitere Informationen:

www.earlall.eu


Gemeinsame Konferenz der Wissenschaftlichen Begleiter aller Projekte der frühkindlichen Bildung

Vernetzung der wissenschaftlichen Erkenntnisse sollen Projekte optimieren

"Die Arbeit in den Bildungshäusern ist geprägt von gegenseitiger Offenheit und stellt für die Kinder eine echte pädagogische Bereicherung dar. Damit alle unsere Projekte im frühkindlichen Bereich voneinander profitieren können und bestens aufeinander abgestimmt sind, werden wir kommenden Februar alle Wissenschaftler zu einer gemeinsamen Konferenz bitten", sagte Kultusminister Helmut Rau am Montag (6. Oktober) in Stuttgart. Dabei steht der Austausch über den jeweiligen Sachstand der Projekte im Vordergrund, der die Vernetzung der wissenschaftlichen Begleituntersuchungen unterstützen soll.

Das Projekt "Schulreifes Kind" wird in der wissenschaftlichen Begleitung von Prof. Dr. Marcus Hasselhorn, Universität Frankfurt, Professor für Psychologie mit dem Schwerpunkt Bildung und Entwicklung und stellvertretender Direktor des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung, geleitet. Prof. Hermann Schöler, Leiter des Studiengangs "Frühkindliche Bildung und Elementarbildung" an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und Prof. Wolfgang Schneider aus Würzburg (Schwerpunkte u.a. Leseforschung, Prävention von Lese- Rechtschreibschwäche, Einfluss des Fernsehens auf die Entwicklung von Sprach- und Lesekompetenzen) sind ebenfalls an dieser wissenschaftlichen Begleituntersuchung beteiligt.

Das Projekt „Schulreifes Kind“ hat zum Ziel, Entwicklungsverzögerungen bei Vorschulkindern frühzeitig zu erkennen und durch gezielte Fördermaßnahmen auszugleichen. Im Rahmen der wissenschaftlichen Untersuchung wird evaluiert, wie Erzieherinnen mit der Diagnose von Förderbedarf umgehen, wie die Planung von Maßnahmen an den Runden Tischen verläuft und wie die Wirksamkeit der Fördermaßnahmen und -modelle unterstützt werden kann.

Im Frühjahr dieses Jahres wurde bei 806 Kindern eine Entwicklungsstandserhebung durchgeführt. Geschulte Mitarbeiterinnen aus der Gruppe der wissenschaftlichen Begleitung haben an 28 Standorten mit insgesamt 63 Kindergärten diejenigen Kinder un-tersucht, die nächstes Jahr eingeschult werden. Die Untersuchungen wurden in den Kindergärten innerhalb einer Woche an zwei bis drei Tagen durchgeführt und dauerten jeweils 20-30 Minuten. Erfasst wurden vor allem die Bereiche der Entwicklung, die für einen erfolgreichen Eintritt in die Schule bedeutsam sind wie die Sprachentwicklung, spezifische Fertigkeiten für den Schriftsprach- und den frühen Mathematikerwerb sowie die Fähigkeit zum logischen Denken und das Konzentrationsvermögen.

Prof. Dr. med. Harald Bode, Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin Ulm, Sozialpädiatrisches Zentrum und Kinderneurologie hat die Evaluation der neukonzipierten Einschulungsuntersuchung durchgeführt. Bereits im Vorfeld stand Prof. Dr. Bode in engem Kontakt mit Prof. Hasselhorn und seinem Team. Zusammen mit  Dr. Monika Brunner von der Universitätsklinik Heidelberg  evaluierte Prof. Bode die neue Einschulungsuntersuchung in 10 Stadt-  und Landkreisen. Das Gutachten der Wissenschaftler bestätigt, dass der gewählte Einsatzzeitpunkt der neuen Einschulungsuntersuchung im vorletzten Kindergartenjahr richtig ist. Anregungen der Wissenschaftler, wie beispielsweise die Durchführung einer Befragung der Erzieherinnen, wurden durch das Ministerium für Arbeit und Soziales aufgegriffen und in der im November startenden flächendeckenden Einführung berücksichtigt.

Die wissenschaftliche Begleitung bei der Einführung des Orientierungsplans für die Kindergärten wird von Prof. Dr. Edeltraud Röbe und Prof. Dr.Iris Füssenich, beide von der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und Prof. Dr. Norbert Huppertz von der Pädagogischen Hochschule Freiburg betreut. Über 1000 Kindergärten hatten sich im Januar 2006 beworben, an der dreijährigen wissenschaftlichen Begleitung teilzunehmen. Ausgewählt wurden 30 Kindergärten nach Trägerproporz, die seit Juni 2006 intensiv begleitet werden. Einbezogen sind 200 Erzieherinnen und Erzieher sowie 2 400 Kinder. Eingesetzt wird eine Kombination aus Beobachtungs-, Foto- und Filmdokumentationen und einer schriftlichen Befragung zu Beginn und am Ende der Erpro-bungsphase. Der Fragebogen soll Erwartungen aufzeigen, mögliche Verständnisschwierigkeiten bei der Umsetzung des Orientierungsplans identifizieren und Raum für Verbesserungsvorschläge lassen. Die Begleitung vor Ort schließt ein Coaching mit ein. Die Kindergärten, die nicht berücksichtigt wurden, konnten an einer schriftlichen Befra-gung teilnehmen. Damit verbunden war eine Auswertung und Rückmeldung durch das Wissenschaftlerteam der beiden Pädagogischen Hochschulen. Die Wissenschaftler haben außerdem aus den rund 7 500 Kindergärten eine repräsentative Stichprobe von 700 Kindergärten gezogen. Sie werden auf freiwilliger Basis evaluiert.

Das Modellprojekt "Bildungshaus für Drei- bis Zehnjährige" wird vom Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) in Ulm unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer zunächst vier Jahre lang wissenschaftlich begleitet. Die wissenschaftliche Begleitung, die dieses Jahr im September begonnen hat, konzentriert sich auf fünf Bereiche: Coaching und Prozessbegleitung der Einrichtungstandems, Entwicklung- und Bildungsmaterialien sichten, sammeln, entwickeln, prüfen, zur Verfügung stellen, Entwicklung der einzelnen Kinder, Qualitätsentwicklung der Einrichtungen und auf der Ebene der Träger: a. Motivation und Erwartungen sowie b. Kostenanalyse (Ökonomische Begleitforschung). Die Kosten für die vierjährige wissenschaftliche Begleitung trägt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Sie belaufen sich auf 4,17 Mio. Euro.

Mit der Verzahnung von Kindergärten und Grundschulen zu Bildungshäusern an 33 Standorten im Land eröffnet sich eine neue Dimension in der frühkindlichen Förderung. „Unser Ziel ist es, Kindern eine kontinuierliche und bruchlose Entwicklung ihrer Bildungsbiografie zu ermöglichen“, sagte Rau. Die Zusammenarbeit von Kindergärten und Grundschulen wird so intensiviert, dass eine durchgängige Bildungseinrichtung für Drei- bis Zehnjährige entsteht. Zentrales pädagogisches Strukturelement sind einrichtungsübergreifende Lern- und Spielzeiten in jahrgangsgemischten Gruppen. Entwicklungsberichte bieten Ansatzpunkte für gezielte Fördermaßnahmen. „Je individualisier-ter die Bildungs- und Entwicklungsverläufe gestaltet werden, desto seltener werden Kinder von der Einschulung zurückgestellt“, sagte der Kultusminister. Die Standorte werden vom Land mit drei zusätzlichen Anrechungsstunden pro teilnehmende Grundschulklasse unterstützt.

www.kindergarten-bw.de


Kultusstaatssekretär Georg Wacker würdigt ehrenamtliches Engagement der Partner des Projekts "Individuelle Lernbegleitung für benachteiligte Jugendliche beim Übergang zwischen Schule und Beruf"

957 Lernbegleiter in 34 Stadt-, Landkreisen und Jugendagenturen

Kultusstaatssekretär Georg Wacker MdL hat heute (29. September) in Stuttgart das ehrenamtliche Engagement der Partner des Projekts „Individuelle Lernbegleitung für benachteiligte Jugendliche beim Übergang zwischen Schule und Beruf“ gewürdigt. „Die Lernbegleiter unterstützen Jugendliche dabei, sich im schulischen und persönlichen Alltag besser zurecht zu finden“, sagte Wacker. Das Projekt baue Brücken zwischen Generationen, zwischen Vorstellungen und Lebensentwürfen, zwischen Schule und Beruf sowie zwischen Einwanderern und Alteingesessenen. „Die Lernbegleiter tragen dazu bei, dass Integration stattfindet und sichtbar wird“, betonte Wacker. Das Projekt wird mit einem Gesamtbetrag von 5 Millionen Euro von der Zukunftsoffensive IV der Landesstiftung Baden-Württemberg unterstützt. Im dritten von insgesamt vier Projektjahren betreuen 957 Lernbegleiter an 303 Schulen 1 240 Schüler.

Die Lernbegleitung hat im September 2006 in 34 Stadt- und Landkreise sowie Jugendagenturen begonnen. Innerhalb des Projekts werden leistungsschwächere Haupt-, Förder- und Schüler der beruflichen Schulen sowie Jugendliche aus den Schulen für Erziehungshilfe und Jugendliche mit Migrationshintergrund auf ihrem schulischen Weg individuell unterstützt. Damit soll der schulische Erfolg gesichert und die Übergangchancen in eine Ausbildung erhöht werden.

Wacker betonte, dass die Einbindung der institutionellen und professionellen Partner vor Ort für den Erfolg des Projekts sehr wichtig sei. Damit entstehe ein umfassendes Netzwerk zwischen Stadt-, Landkreisen, Jugendagenturen und Schulen mit bürgerschaftlich engagierten Personen. Das Netzwerk konzentriere Kompetenzen und Ressourcen, um junge Menschen gezielt zu fördern. Die Jugendlichen erhalten beispielsweise Lernunterstützung in Deutsch und Mathematik sowie persönliche Begleitung. Die ehrenamtlich arbeitenden Frauen und Männer werden dabei durch erfahrene Fachkräfte unterstützt und geschult.

Kultusstaatssekretär Wacker lobte den Einsatz aller Beteiligten und verwies auf den hohen Stellenwert des Ehrenamts in Baden-Württemberg. „Allein in Baden-Württemberg engagieren sich 4,5 Millionen Menschen in ihrer Freizeit oder im Ruhestand als Einzelpersonen, in Verbänden, Vereinen, Projekten oder Organisationen.“ Insgesamt 42 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger im Land sind ehrenamtlich aktiv.


Kultusstaatssekretär Georg Wacker überreicht Landespreis für Volkstheaterstücke in Friedrichshafen an vier Autoren



Gabriele Kögl ist heute (25. September) von Kultusstaatssekretär Georg Wacker MdL mit dem Landespreis für Volkstheaterstücke ausgezeichnet worden. Der Preis wird zum elften Mal von der Landesregierung vergeben. Die Autorin aus Wien erhielt in der Bodenseeschule St. Martin in Friedrichshafen den mit 5 000 Euro dotierten ersten Preis für ihr Stück „Fressen, Kaufen, Gassi gehen oder die Treue hat einen Hund“. Gabriele Kögl erzählt in ihrem Werk die Geschichte zweier älterer Frauen, die versuchen, ihrer Einsamkeit zu entkommen und schließlich daran scheitern. Die eine, die Mantelholerin, erwirbt einen Pelzmantel nach dem anderen, die andere, Frau Hartl, entscheidet sich für einen Hund als neuen Wegbegleiter. Als selbst der Hund die Dame verlässt, beginnt Frau Hartl ihren persönlichen Rachefeldzug.

Seit 1978 werden mit der Auszeichnung herausragende Beiträge zur Weiterentwicklung des Volkstheaters gewürdigt. „Das Volkstheater erzielt eine besondere Nähe zwischen Autor, Ensemble und Zuschauer“, sagte Wacker bei der Preisverleihung. „Das macht den besonderen Reiz und die spezielle Qualität von Volkstheateraufführungen aus.“ Die von der Landesregierung vergebene Auszeichnung genieße einen hervorragenden Ruf im deutschsprachigen Raum. Drei der vier ausgezeichneten Stücke wurden bereits mit Erfolg in Hamburg, im Theater Ulm in Bad Schussenried und bei den Ruhrfestspielen aufgeführt. Mit Blick auf dem Veranstaltungsort lobte der Kultusstaatssekretär das Engagement der Bodenseeschule für das Volkstheater. Hier finden seit 25 Jahren die international renommierten „Theatertage am See“ statt.

Die hochkarätig besetzte Jury aus Regisseuren, Schauspielern, Intendanten, Theater-pädagogen, Verlegern sowie Vertretern der Medien zeichnete weitere Volkstheaterstücke aus. Doris Claudia Mandel aus Halle (Saale) erhielt für „Der Fall Stadler“ den mit 3 500 Euro dotierten zweiten Preis. Den dritten Preis teilen sich mit jeweils 2 000 Euro Anne Jelena Schulte aus Berlin für „Antoniusfeuer“ und Simon X. Rost aus Stuttgart für „Der fliegende Mönch“.

Mit dem Landespreis für Volkstheaterstücke werden Theaterstücke gefördert, die Themen aus Heimatgeschichte, Brauchtum und Kultur aufgreifen. Der Preis soll das Genre des Volkstheaters im öffentlichen Bewusstsein aufwerten und gleichzeitig Impulse für eine Fortentwicklung geben. Das Land stiftet den Preis alle drei Jahre. Teilnahmeberechtigt sind Autorinnen und Autoren selbst verfasster Theaterstücke im deutschsprachigen Raum.


Zweiter Deutscher Weiterbildungstag findet am 26. September statt

In Baden-Württemberg werden 90 Veranstaltungen in 55 Orten durchgeführt / Kultusstaatssekretär Georg Wacker nimmt an mehreren Aktionen teil


„Lebenslanges Lernen ist die Basis einer kontinuierlichen Persönlichkeitsentwicklung und der Schlüssel für beruflichen Aufstieg“, erklärte der Weiterbildungsbeauftragte der Landesregierung, Kultusstaatssekretär Georg Wacker MdL, anlässlich des Zweiten Deutschen Weiterbildungstages, der am Freitag (26. September) bundesweit stattfindet. Getragen wird der Weiterbildungstag vom Bundesverband der Träger beruflicher Bildung (BBB) und dem Deutschen Volkshochschulverband (DVV). Im Südwesten finden rund 90 Veranstaltungen in 55 Orten statt, bundesweit sind es 500 Veranstaltungen in 350 Orten. Die Schirmherrschaft hat Bundespräsident Horst Köhler übernommen.

Georg Wacker nimmt an mehreren Aktionen und Veranstaltungen im Rahmen des Weiterbildungstages teil. Von 10.00 bis 11.00 Uhr stellt sich der Kultusstaatssekretär in einem Chat den Fragen rund um die Weiterbildung. Von 12.00 bis 13.00 Uhr besucht er die Veranstaltung "Mit altem Wissen zu neuer Bildung" des VHS-Landesverbandes, der Kirchlichen Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (KILAG) und der Volkshochschule Stuttgart, die im Musikpavillon auf dem Stuttgarter Schlossplatz stattfindet.
Im Anschluss informiert sich Wacker von 14.00 bis 15:30 Uhr im "Haus der Familie" in Reutlingen über die ersten Erfahrungen mit dem Programm STÄRKE zur Familien- und Elternbildung. Abschließend besucht er von 17.30 bis 18.30 Uhr in der Volkshochschule Schorndorf die Aktion "Fremde Nähe" zur speziellen Thematik der Deutsch- und Integrationskurse.


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